

Alguacilillos: Üblicherweise zwei Personen, die alle Entscheidungen der Präsidentschaft treffen und diese in der Arena vertreten. Zu ihren Aufgaben gehört es, den Einzug der Stierkämpfermannschaften zu Pferd anzuführen, die Schlüssel der Stierzwinger abzuholen, um sie den Toreros zu übergeben, über den Verlauf des Stierkampfes und die Einhaltung des Reglamento Taurino (Stierkampfverordnung) zu wachen und den Matadoren die ihnen zustehenden Preise zu überreichen.
Banda de música: Musikkapelle, die das Schauspiel während des Einzugs der Toreromannschaften, den Pausen zwischen den Lidias (einzelne Stierkämpfe) sowie während des zweiten Drittels, wenn der Matador entscheidet, einige Banderillas (Spieße) zu setzen, und im dritten Drittel, wenn die Leistung des Toreros brillant war, begleitet. Die Kapelle des Dirigenten Tejera nimmt diese Aufgabe in der Stierkampfarena La Maestranza wahr.



Banderilleros: Untergeordnete oder Helfer der Matadore, die zu ihrer Toreromannschaft gehören und in die Arena kommen, um den Stieren während des zweiten Drittels des Kampfes bis zu drei Paare Banderillas zu setzen.
Burladero de cuadrillas: Hauptquartier der Toreros und ihrer Untergebenen. In diesem Bereich, dem wahren Nervenzentrum des Stierkampfes, befinden sich die Mozos de Espada, die wahren Helfer der Matadore.
Capote de brega: Kurzer leichter Stierkämpfermantel, dessen Form an einen Umhang erinnert und mit dem der Torero den Stier empfängt. Er ist aus zweifarbigem Perkal konfektioniert, hellrot auf der Außenseite und gelb auf der Innenseite. Das Gewebe ist sehr fest und konsistent.
Capote de paseo: Umhang der Stierkämpfertracht, den der Torero während des Einzugs trägt. Danach schmückt der Umhang die Vorderseite des Zauns. Er ist aus Atlasstoff und mit eleganten Stickereien und Farben verziert.
Cartel: Großes Plakat, auf dem der Ort und die Uhrzeit des Beginns des Stierkampfes, die Anzahl der Stiere, der Name ihres Zuchtbetriebs und der Name der teilnehmenden Toreros oder Matadore angekündigt werden. In erweitertem Sinn wird der Begriff auch für die gesamte Toreromannschaft des Stierkampfes verwendet.



Cogida: Moment, in dem der Torero aufgrund eines Fehlers, unvermuteten Zufalls oder eines seltsamen Verhaltens des Tieres vom Stier erfasst wird und diesem völlig ausgeliefert ist. Das Schicksal des Toreros hängt nun von der Schnelligkeit und den Reflexen der Helfer ab, die den Stier ablenken. Eine Cogida kann zu mehr oder weniger schweren Verletzungen führen, lässt das Gespenst des Todes auftauchen und zeigt das dem Schauspiel innewohnende Risiko und seine Echtheit.
Estoque: Stoßdegen aus geschmiedetem Stahl mit einer leichten Krümmung im Drittel der Spitze, mit dem der Torero den Stier im Gang der Suerte Suprema (siehe Ablauf eines Stierkampfes) tötet.
Muleta: Rotes, ungefähr einen halben Meter langes Tuch der Stierkämpfer aus Leinen. Es wird während des dritten Drittels des Stierkampfes verwendet, um die Muletaarbeit zu vollführen.
Picador o varilarguero: Reiter, der im ersten Teil des Stierkampfes, dem Gang mit der Lanze, mit einer langen Lanze bewaffnet den Stier züchtigt, indem er ihm bis zu drei Lanzenstöße versetzt. Der Stier beginnt zu bluten und wird schwächer. Die Picadero-Tracht besteht aus Reithose, Schärpe, Jacke und der so genannten Castoreño-Mütze.
Plaza de toros: Stierkampfarena, die im Allgemeinen aus einer runden Arena besteht, in der der Stierkampf stattfindet. Sie umfasst die Kampfarena, die Sperrsitze und Logen für das Publikum und alle notwendigen Einrichtungen für die Durchführung der Stierkämpfe (Gehege, Höfe, Stallboxen für die Kampfstiere, Krankenabteilungen etc.). Die Stierkampfarena der Real Maestranza von Sevilla ist eine der wenigen Arenen, die nicht völlig rund ist. Sie wurde 1762 gegründet und ist zweifellos die Schönste in ganz Spanien.
Presidente: Repräsentant der Regierungsbehörde, der anhand von Tüchern in unterschiedlichen Farben die Befugnis hat, den Beginn des Einzugs anzuordnen, den Wechsel der Gänge (einzelne Phasen des Stierkampfs) zu beschließen, den Matadoren die Preise zu verleihen, den Stier in das Gehege zurückschleppen zu lassen oder ihm aufgrund seiner Tapferkeit eine Ehrenrunde in der Arena zu gewähren.
Público: Gesamtheit der Zuschauer, die einem Stierkampf beiwohnen. Je nach ihrer Auffassung spenden sie dem Torero und dem Präsidenten Beifall für ihr Auftreten oder pfeifen sie aus. Die Zuschauer verteilen sich auf die Sperrsitze in der Sonne und im Schatten und dürfen während der einzelnen Kämpfe ihren Platz nicht verlassen. Die Kontinuität des Schauspiels muss respektiert werden.
Rejoneo: Abart des Stierkampfes, der von einem Reiter ausgeführt wird, der dem Stier drei Wurfspieße in den Hals stechen muss, die sich mit Widerhaken festhaken. Das Pferd darf dabei nicht verletzt werden und der Stierkampf wird die ganze Zeit über zu Pferd ausgetragen, wobei das Pferd dabei seine Dressur zur Schau stellt.
Ruedo: Mit Kreideboden bedeckter, üblicherweise runder Kampfplatz, auf dem der Stierkampf ausgetragen wird. Der Durchmesser muss zwischen fünfundvierzig und sechzig Meter betragen. Er teilt sich in drei Sektoren: Tablas, Tercio und Medios, die sich ausgehend von dem runden, um den Kampfplatz errichteten Zaun jeweils aufeinanderfolgend der Kreismitte nähern.
Sorteo: Auslosung, die gegen Mittag in den Gehegen der Stierkampfarena, in der am Nachmittag der Stierkampf stattfindet, durchgeführt wird. Dabei werden die Stiere ausgelost, die gegen die jeweiligen Matadore kämpfen müssen, und den Kampfstieren die verschiedenen Stallboxen zugewiesen.
Toro de lidia: Der Kampfstier ist neben dem Torero die wahre Hauptfigur des Stierkampfs. Es handelt sich um ein wildes Tier, das für Stierkampfarenen wie die von Sevilla, in denen Kämpfe der ersten Kategorie ausgetragen werden, mindestens 450 Kilo wiegen muss.
Traje de luces: Tracht des Toreros, die aus folgenden Kleidungsstücken besteht: schwarze Schuhe, rosa Kniestrümpfe, Hose, Dreieckstuch oder Spitzenkragen, Hemd, Jacke, Stierkämpfermütze und der Umhang für den Einzug.
Trofeos: Preise, die vom Präsidenten an die Toreros vergeben werden, um ihre Leistungen während des Stierkampfes zu honorieren. Diese können in einer Ehrenrunde in der Arena und einem Ohr oder beiden Ohren des Stieres bestehen. Der Torero kann auch auf Schultern aus dem Haupteingang der Stierkampfarena getragen werden oder den Schwanz des getöteten Stieres als Ehrenpreis erhalten.
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