

Albero: Typischer gelber Kreideboden, der aus den Kreidesteinbrüchen von Alcalá de Guadaira stammt. Er bedeckt sowohl den Boden des Festgeländes als auch den des Kampfplatzes der Stierkampfarena La Maestranza. Bei sehr trockenem Klima dringt der Kreidestaub auch in die Kehlen der Feria-Besucher.
Alumbrado: Allgemeiner Begriff für die aus insgesamt dreihunderttausend Glühbirnen bestehende Beleuchtung, die an der Portada am Eingang des Festgeländes und den Straßen des Real angebracht werden und diese während der Nacht erhellen. Die Beleuchtungsprobe am Montag um Mitternacht stellt die offizielle Eröffnung der Feria dar.
Buñoleras: Casetas, die sich auf den Massenverkauf von Buñuelos (Windbeutel) und Schokolade an die Feria-Besucher spezialisiert haben, bevor diese in den frühen Morgenstunden nach Hause zurückkehren. Ihre Entstehung geht beinahe auf die Ursprünge der Feria zurück. Die Mehrheit wird von Zigeunerfamilien geführt.



Calesitas: Bezeichnung, die zusammen mit dem Begriff Cacharritos von den sevillanischen Kindern für Karussells und ähnliche Aufbauten verwendet wird, von denen es in der Calle del Infierno geradezu wimmelt. Ihre Funktion besteht darin, den menschlichen Körper zahlreichen Schleuderbewegungen, Loopings, Drehungen und anderen vielfältigen Bewegungen aussetzen.
Calle del Infierno: An das Festgelände Real angrenzender Bereich mit den Volksfestattraktionen, die die Sevillaner phantasievoll mit den Folterkammern von Pedro Botero in Verbindung bringen. Täglich steigen jedoch Tausende von Menschen in diese angeblichen Foltermaschinen ein und machen diesen Bereich der Feria zu einer der populärsten und belebtesten Zonen.
Mantón: Großes gesticktes Seidentuch, das die Sevillanerinnen gerne über ihren Schultern tragen und dessen Fransen- weshalb, weiß niemand so genau- eine nicht aufzuhaltende Tendenz aufweisen, sich an den Knöpfen der Anzüge der Männer zu verheddern, auch an denen Unbekannter.
Catavinos: Kleiner Becher aus Glas oder, wenn die Menge an Publikum keine andere Wahl mehr lässt, aus Plastik, in den eine genau bemessene Menge an Flüssigkeit passt, um Manzanilla oder Fino einzuschenken.
Farolillo: Runde Laterne aus grünem, weißem oder rotem Papier, die Glühbirnen in den Straßen der Feria und im Inneren der Casetas bedeckt. Bei einem Aprilschauer werden die Farolillos zum Alptraum des städtischen Personals, das damit beauftragt ist, sie zu auszutauschen.



Paseo de caballos: Pferdeumzug auf den Straßen des Real, bei dem Kutschen und Reiter vorbeiziehen. Der festgelegte Zeitplan reicht von zwölf Uhr mittags bis acht Uhr abends. Der Höhepunkt ist gegen fünf Uhr und die Pferde, Reiter und Kutschen werden von Jahr zu Jahr sehenswerter.
Portada: Riesiger Aufbau, der als Eingang zur Feria dient und eines der Baudenkmäler der Stadt darstellt. Es ist ein traditioneller Treffpunkt, an dem sich so viele Menschen verabreden, dass die Portada am Ende zu einem der kompliziertesten Orte wird, um sich zu finden.
Real de la Feria: Gelände, auf dem die Blöcke der Casetas und die Portada aufgebaut werden. Die Gehwege bestehen aus Kreideboden und die Straßen sind gepflastert. Der Ausblick bei Nacht auf die große Ausdehnung dieses gesamten Festgeländes rechtfertigt den Kauf eines Riesenrad-Tickets.
Tablao: Holzboden, der sich an einer bevorzugten Stelle in der Caseta befindet, auf dem Sevillanas getanzt werden. Der eigentliche Sinn des Tablao wird deutlich, wenn das Stampfen der dritten Strophe der Sevillanas ertönt.
Traje corto: Traditionelle männliche Tracht, die hauptsächlich von den Reitern getragen, jedoch auch häufig und mit großer Anmut von den Reiterinnen benutzt wird.
Traje de flamenca o de gitana: Traditionelle Tracht, die die Sevillanerinnen jeden Alters kunstvoll tragen, wenn sie die Feria besuchen. Sie wird auch als Traje de Faralaes bezeichnet, allerdings nur, wenn man seine Identität als Ortsfremder betonen möchte.
Fino: Weißwein aus der Region von Jerez. Er wird gekühlt getrunken und ist eines der Hauptelemente des Weinmeer, auf dem die Feria de Abril schwimmt.
Caseta: Eines der mehr als Tausend Festzelte, die aus Rohren, Planen und Holzstrukturen aufgebaut werden und in denen sich die Sevillaner während der Woche der Feria einrichten. Während dieser Tage sind die Casetas ihr wahres Zuhause. Ihre Wohnungen suchen sie nur zum Schlafen auf.
Manzanilla: Weißwein aus Sanlúcar de Barrameda, etwas weniger trocken als der Fino, dem er in den vergangenen Jahren im Kampf um den Geschmack der Feria-Besucher den Rang abgelaufen zu haben scheint.
Pañoleta: Als Pañoleta wird, abgesehen von einem Unterbezirk des benachbarten Ortes Camas, der Aufbau in Form eines Dreiecks bezeichnet, der ehemals eine vorübergehende Erscheinungsform des griechischen Giebels war. Heute findet man dieses Dreieck nicht mehr über dem Portal griechischer Gebäude, sondern über dem Eingang der Casetas.
Papa: Zustand, den man erreicht oder bereits erreicht hat, wenn man die Grenze der Menge an Manzanilla, Fino oder irgendeines anderen Getränks überschritten hat, die notwendig ist, um das Gleichgewicht zu halten. Eine wiederholte Zurschaustellung der Papa macht aus ihrem Eigentümer unweigerlich einen der Betrunkenen auf der Feria.
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