

Hin- und Rückweg zur Feria
Das massive Strömen von Tausenden von Menschen zur Feria ähnelt den großen Pendlerströmen, die sich täglich in einer großen Stadt ergeben. Dies stellt die Organisationskapazitäten der Stadt auf die Probe, in der während dieser sieben Tage ein großer Teil ihres Kommunikationssystems gestört ist. Infolge jahrelanger Erfahrung ist ein vollständiges Zugangsnetz zum Gelände der Feria entstanden. Die Einrichtung neuer Wege und Übergänge hat viel dazu beigetragen, das tägliche Kommen und Gehen flüssiger zu gestalten. Es geht letzten Endes darum, dass man den größten Teil der Zeit auf der Feria genießen kann und nicht für den Hin- oder Rückweg verwenden muss.
Ratschläge für den Hin- und Rückweg zur Feria
Öffentliche und private Feria
Der Feria de Abril ist seit jeher unterstellt worden, eine geschlossene und ausschließende Veranstaltung zu sein. Diese Auffassung basiert jedoch auf einem falschen Ansatz: die Festzelte dürfen nicht als Bar oder Lokal verstanden werden, sondern als ein Haus, in dem sich die sevillanischen Familien und Institutionen während der Tage der Feria einrichten. Und es ist völlig normal, dass ein Haus nicht für den allgemeinen Publikumsverkehr geöffnet ist.
Die Wahrscheinlichkeit, einen gesamten Tag auf der Messe zu verbringen und keines der über tausend Festzelte betreten zu können, ist praktisch gleich Null. Erstens gibt es mindestens fünfzehn öffentliche Festzelte, in denen kein Eintritt verlangt wird, darunter diejenigen, die von den Stadtbezirken aufgebaut werden. Zweitens genießen die Sevillaner nichts mehr, als Einladungen zu ihrem Festzelt an Freunde und Bekannte zu verteilen. Es kann natürlich sein, dass man, wenn man von auswärts kommt, niemanden in Sevilla kennt, oder zumindest niemanden, der eine Caseta hat. Aber selbst in diesem Fall werden nicht wenige Fremde spontan freundlich eingeladen, ins Innere einer Caseta zu kommen, um die Stimmung der Feria von innen zu erleben.
Alles in allem kann man die Feria auf viele Arten genießen: vom einheimischen Besucher, der seit Jahren eine eigene Caseta hat, bis zum Besucher, der zum ersten Mal kommt und neugierig über das Gelände schlendert. Alle können ihre Erwartungen gleichermaßen erfüllt sehen und eine schöne Zeit verbringen.


Ratschläge, um die Feria ohne eigene Caseta zu genießen
Zunächst muss man seine Identität als Feria-Besucher ohne Caseta ohne Komplexe akzeptieren. Herumzulaufen und zu versuchen, sich hier oder da hineinzumogeln, kann frustrierender als alles andere sein. Eine gute Haltung für die Besucher ohne Caseta könnte laut den Anthropologen darin bestehen, als "teilnehmender Beobachter" aufzutreten.
Erobern Sie die Casetas mit freiem Eintritt. Die Stimmung ist hier zwar anders als in einer kleinen familiären Caseta, an Sevillanas, Flamenco-Kleidern, Händeklatschen und günstigen Getränken mangelt es jedoch nie.
Ihre Besuchszeiten auf der Feria unterscheiden sich von denen der professionellen Besucher, das heißt man kann sich schwer ohne Caseta von Mittag bis zum Morgengrauen auf dem Gelände der Feria aufhalten. Aber die Feria besteht aus mehr, als nur auf dem Festgelände herumzuschlendern:
Stierkampf: Man kann die Feria de Abril nicht ohne Stierkämpfe verstehen. Unabhängig von dem Erfolg der Stierkämpfer ist ein Stierkampf in der Maestranza (mit seinen Vorbereitungen und seinem Epilog) eine Erfahrung, die an sich für viele bereits einen Besuch Sevillas rechtfertigt.
Pferdeumzug: Jedes Jahr kann man schönere Wagen, Pferde und Kutscher bewundern. Man kann am Umzug teilnehmen, indem man eine Kutsche mit Pferden und Kutscher des normalen Services mietet, was für beinahe alle Budgets der Feria erschwinglich ist.
Calle del Infierno: Mit ihren zahllosen Attraktionen und der traditionellen Zone der Kneipen und Schenken ist dieser Bereich insbesondere für diejenigen geeignet, die die Umgebung der Feria für eine Zeitlang durch etwas völlig anderes ersetzen wollen.
Und vergessen Sie nicht, dass sich auf der anderen Seite des Flusses die eigentliche Stadt befindet. Einige Sevillaner, die etwas auf sich halten und überhaupt nichts mit der Feria am Hut haben, sind der Ansicht, dass die Morgen und Abende der Feria der beste Zeitpunkt sind, um durch die Stadt zu schlendern. Ein Sevilla ohne Sevillaner, das ohne den üblichen Verkehr und das Gewimmel zeitloser denn je erscheint.
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